5. Regionalkonferenz in Flensburg

Für Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange gibt es zwischen der Digitalisierung und der deutsch-dänischen Förde eine große Gemeinsamkeit: „Man sieht die Grenzen nicht“. Smile City Rostock machte sich auf den Weg in den echten Norden, um in beeindruckender Atmosphäre des Deutschen Hauses in Erfahrung zu bringen, was eine Smart City-Maßnahme erfolgreich macht und wie regionale Zusammenarbeit funktionieren kann.

Am 22.11.2022 veranstaltete das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen in Kooperation mit der „Smarten Grenzregion zwischen den Meeren“ die fünfte Regionalkonferenz der Modellprojekte Smart Cities unter dem Titel „Die Smart City-Strategie wird Wirklichkeit: Maßnahmen zielgerichtet gestalten“ in Flensburg. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Koordinierungs- und Transferstelle Modellprojekte Smart Cities (KTS).

Neben Impulsvorträgen gab es mehrere Workshops, reichlich Diskussionen und ein Speeddating unter den teilnehmenden Akteur*innen. Im Anschluss wurde die Digitalagentur – das Herz der Smarten Grenzregion zwischen den Meeren – besucht. Bei den vorgestellten Lösungen wurde deutlich, dass Smile City Rostock mit dem nutzer*innenzentrierten Ansatz auf dem richtigen Weg ist, um den aktuellen Herausforderungen der Stadtentwicklung zu begegnen. Dabei spielt die Kommunikation immer wieder eine entscheidende Rolle.

Eine bessere Vernetzung unter allen Akteur*innen, eine nachhaltigere Ausrichtung der Projekte sowie integrierte Lösungen sind unabdingbar, um Projekte auf einen erfolgreichen Weg zu bringen. Die Konferenz konnte einen großen Beitrag dazu leisten, dass die Modellprojekte und weitere Kommunen in Norddeutschland miteinander ins Gespräch kommen und den Wissenstransfer befördern konnten.

Hier sind weitere Informationen zu finden: https://www.smart-city-dialog.de/aktuelles/fuenfte-regionalkonferenz-der-modellprojekte-smart-cities-zu-gast-in-flensburg


Smart Coffee Netzwerktreffen

Am 08.11.22 traf sich das Smile City-Team zum Austausch mit internationalen Partnern, um die Strategie für Smile Exchange zu diskutieren und zu verdichten. Neben dem ehemaligen Rektor der Universität Wolfgang Schareck, der als Brückenbauer ins Baltikum zählt, beteiligte sich die Internationale Delegation der Hanse Sail mit Vertreter*innen aus den Ländern Irland, Dänemark, Schweden, Georgien und Estland am Austausch.
Das Ziel bestand darin, voneinander zu lernen, Fragestellungen und Probleme kollektiv anzugehen und gemeinsam zu wachsen.
Die internationalen Vertreter sind bekannt für ihren Fortschritt in der Digitalisierung des öffentlichen Lebens und konnten somit wertvolle Einsichten, Hinweise und Unterstützung für die laufenden und kommenden Prozesse liefern.


Smart Country Convention

Vom 18. bis 20. Oktober 2022 präsentierte sich die Hanse- und Universitätsstadt Rostock mit einem Gemeinschaftsstand auf der Smart Country Convention in Berlin – dem nationalen Top-Event für die Digitalisierung des öffentlichen Sektors und die zentrale Anlaufstelle für verschiedenste Akteure Deutschlands aus Verwaltung, Politik, Digitalwirtschaft und Wissenschaft.

Smile City Rostock wurde von den innovativen Start-ups deeeper.technology GmbH, ENEKA Energie & Karten GmbH, rego Dienste GmbH, vom Team des Digitalen Innovationszentrums Rostock sowie von Vertretern aus dem Kataster-, Vermessungs- und Liegenschaftsamt mit dem Rostocker 3D-Stadtmodell zu der Messe begleitet.

 

Video: Bert Scharffenberg

In diversen Workshops auf dem Gemeinschaftsstand u. a. zu urbanen Datenplattformen und digitaler Bürger*innenbeteiligung sowie bei dem Austausch im RegioPole-Netzwerk konnten sich die Besucher*innen ein umfassendes Bild vom Smart City-Förderprojekt machen. Hierbei wurde Smile City Rostock durch den 1. Stellvertreter des Oberbürgermeisters Herrn Dr. Chris von Wrycz Rekowski unterstützt. Die Stadt Rostock hat sich mit dem Stand auf der SCCON national bekannt gemacht, das Smart City-Netzwerk erweitert und Erfahrungen mit anderen Modellstädten ausgetauscht.

Nach drei aufschlussreichen Messetagen mit mehr als 12.000 Teilnehmenden, über 250 Partnern und mehr als 400 Speaker*innen auf vier Bühnen endete das Event. Mit einem von Smile City Rostock eigens organisierten Shuttlebus konnten interessierte Mitarbeiter*innen an allen drei Tagen die Messe besuchen. Die gewonnenen Inspirationen und innovativen Ideen wurden im Nachgang in kreativer Umgebung mit den Teilnehmenden der Stadtverwaltung sowie mit den kommunalen Eigenbetrieben ausgewertet.

Hier sind weitere Informationen:

https://rathaus.rostock.de/de/rathaus/aktuelles_medien/smart_city_modellstadt_rostock_praesentiert_sich_auf_der_smart_country_convention_in_berlin/330969

https://www.smartcountry.berlin/de/


Projekt Design-Thinking Smart City mit Fachhochschule des Mittelstandes & Universität Rostock

Im Zeitraum vom 18.10.22 bis 27.10.22 fand ein Workshop im Digitalen Innovationszentrum (kurz: DIZ) mit dem Ziel erste Schritte im Bereich der smarten Bürger*innenkommunikation statt. Die Freiwilligen bestanden aus Studierenden der Universität Rostock und der Fachhochschule des Mittelstands, die sich dem Thema über Kreativmethoden, sogenanntem Design-Thinking, näherten.
Insgesamt entstanden so vier Prototypen. Drei davon beschäftigten sich mit der Gestaltung einer Rostock-App, die schnell und einfach Angebote und Informationen zum öffentlichen Leben und der Verwaltung bereitstellen soll. Ein weiterer Prototyp skizzierte, wie das Rathaus stärker als Begegnungsstätte ins Stadtbild eingebunden werden könnte.


Mobile Ideenwerkstatt

Im Zeitraum vom 11. bis 14.10.2022 lud das Smile City-Team zum Beteiligungsformat, der Mobilen Ideenwerkstatt, ein. Hierfür wurden Werkstätten in den vier größten Einkaufszentren der Stadt eingerichtet. Die ausgewählten Einkaufszentren (Kröpeliner Tor Centrum, Reuterpassage, Hannes-Meyer-Platz und Warnow Park) sind im gesamten Stadtgebiet verteilt und wurden als Ort des alltäglichen Lebens der Rostocker*innen gewählt – so konnten viele Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen erreicht werden.
Neben der anhaltenden Aufklärung, worum es sich bei Smile City handelt und welche Prozesse sie anstößt, wurden die Menschen aktiv zur Teilhabe aufgefordert.
Unter anderem lagen den Teilnehmenden die Themen Barrierefreiheit, Teilhabemöglichkeiten für Rentner*innen, frei verfügbare Freizeitangebote für Jugendliche, wie zum Beispiel Skateparks und eine attraktive Gestaltung des Stadthafens unter Einbezug der Warnow, als “Rostocker Schlagader” am Herzen, am Herzen.


Strategieworkshop Stadtentwicklung

Der Workshop fand am 07.10.2022 statt und verfolgte das Ziel, die zukünftige Zusammenarbeit der Akteure in dem Smart City Projekt zu planen und erste Schwerpunkte zu setzen.
Im Zuge des Workshops wurde das Augenmerk darauf gerichtet, parallel verlaufende Stadtentwicklungsprozesse mitzudenken und einzubeziehen. So muss beispielsweise das Integrierte Stadtentwicklungskonzept angepasst und weiterentwickelt werden.
Weitere Projekte, die herausgearbeitet wurden, sind smarte Gärten, um die vorhandenen Grünflächen in der Stadt sichtbarer und zugänglicher zu machen, das Warnow Quartier als zeitgemäße Verbindung von Wohnen, Gemeinschaftsleben und Arbeit. Unter dem Projektnamen “Innenstadt verbindet” sollen Bedürfnisse geklärt werden, die Rocker*innen, aber auch Besuchende, an einer modernen Innenstadtgestaltung des 21. Jahrhunderts haben.


Smart City-Werkstatt am 02.11.2022

Mit der Teilnahme am Förderprogramm „Smart Cities made in Germany“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat sich die Stadt Rostock das Ziel gesetzt, intelligenter, vernetzter und lebenswerter zu werden. 

Die wiederkehrende „SMART CITY Werkstatt“ sammelt Ideen, Projekte und Maßnahmen, um diese in den kommenden Jahren zu entwickeln.

Der Teilnehmendenkreis umfasste Fachämter der Stadtverwaltung und kommunale Eigenbetriebe, Institutionen, Vereine, Interessensvertretungen, die Startup- und Kreativbranche sowie Ortsbeiräte, Bürgerschaft und Fraktionen.

 

Das Protokoll des Workshops kann hier gelesen werden: 
SCR Reader Smile City Werkstatt


Erfahrungsaustausch von smarten Regiopole-Städten

In gemütlicher Atmosphäre verabredete sich Smile City Rostock erstmals in großer Runde mit anderen smarten Regiopole-Städten am eigenen Messestand auf der SCCON 2022, um in den gemeinsamen Wissenstransfer für das Thema smarte Regiopolen zu gehen. Hierbei gaben uns u. a. die Kollegen aus Bielefeld, Freiburg, Kaiserslautern, Kiel, Lübeck, Paderborn, Wolfsburg und Regensburg Einblicke über ihre Erfahrungen bei der Umsetzung von smarten Lösungen. Themen wie smarte Mobilität und Bürger*innenbeteiligung, LoRaWan und Data Hub waren häufig genannte Schwerpunkte der Städte. Die Erkenntnis, dass die Stadt Rostock mit ihren Regiopole-Städten einen ähnlichen Stadttypus abbildet und entsprechend vor vergleichbaren infrastrukturellen Herausforderungen steht, hat Smile City Rostock dahingehend bekräftigt, intensiver miteinander in den Austausch zu gehen. Im Ergebnis der offenen Gesprächsrunde wollen wir daher gemeinsam als Städteverbund nach Lösungen suchen, Ideen umsetzen und über erste Ergebnisse auf der SCCON 2023 berichten. Im Sinne der Smile City-Strategie wird Wert auf den Smile Exchange gelegt. Weitere Regiopole-Städte haben ebenfalls ihr Interesse an einem Austausch bekundet.

Aufgrund Rostocks geografischer Lage möchte Smile City Rostock auch unsere internationalen Partner*innen aus den Ostseeanrainerstaaten mit in den Prozess einbinden und von ihrem Know-how lernen. Hierzu wird die Smile City Rostock ein entsprechendes Format entwickeln.


Industry Day

Smile City Rostock besuchte am 20.09.2022 am Rostocker Industry Day, um sich über regionale Digitalisierungsmaßnahmen zu informieren und sich mit den verschiedenen Akteur*innen u. a. aus Informatik, Medizinischer Informatik und Wirtschaftsinformatik zu vernetzen und innovative Lösungen zu entdecken.

In diesem Jahr veranstalteten die iWOAR und die International Conference on Perspectives in Business Informatics Research (BIR) erstmals ein gemeinsames Event – den Industry Day, der vom Regionalen Zukunftszentrum MV organisiert wurde. Am 20.09.2022 besuchte Smile City Rostock den Industry Day, der im Konrad-Zuse-Haus in der Hanse- und Universitätsstadt stattfand. Geboten wurde ein ganztägiges Programm rund um das Thema „Nachhaltige Innovation durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz“ mit Vorträgen, Pitch Sessions und der Möglichkeit, mit zahlreichen Vertreter*innen regionaler Unternehmen in Kontakt zu treten.

Neben der Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen, gab es vielseitige Pitches (zu deutsch: kurze Vorstellung einer Geschäftsidee) von regionalen Unternehmen, die von ihren Herausforderungen und innovativen Lösungen berichteten. Die erste Pitch-Runde beinhaltete insgesamt sieben Kurzvorstellungen, die auf jeweils zehn Minuten beschränkt waren. In diesem komprimierten Format stellten sich das Regionale Zukunftszentrum WEGMAG Netz, das zfe und das DIZ, W3, Baltic Incubate, Limbus, NautiTromix und Social Kybernetic vor. In der zweiten Runde gaben weitere sieben Unternehmen Einblicke in ihre individuellen digitalen und intelligenten Projekte und Lösungen: DEJ Technology, Copendia, Smart Forester, Artesa, das DVZ MV, aible solutions und das Fraunhofer IGP sprachen über ihre Visionen, aktuellen digitalen Projekte und ihre Verwendung von KI-Systemen.  

Hier gibt es weitere Informationen: https://www.digitalesmv.de/veranstaltungen/industry-day-rostock

Think Tanks

Insgesamt vier sogenannte Think Tanks wurden im September 2022 im Rostocker Rathaus durchgeführt.
Think Tanks sind Denkfabriken, in denen Expert*innen, Vertretungen aus der Verwaltung und der Wirtschaft und Teilnehmende aus der zivilen Bevölkerung zusammenkommen und gemeinsam Konzepte und Strategien zur Lösung aktueller Probleme erarbeiten. Die intensive Zusammenarbeit der unterschiedlichen, gleichberechtigten Teilnehmenden soll zu Konsenslösungen führen, die der gesamten Stadtbevölkerung zu Gute kommen.

Die Themen, die überdacht und besprochen wurden waren:
1. Mobilität
Das Ziel bestand darin, Möglichkeiten zu finden, Mobilität in der Stadt ressourcensparender zu gestalten und wie smarte Mobilität in einer urbanen Datenplattform umgesetzt werden könnte.
Es wurden daraufhin vier Projektideen identifiziert:
- Smart City App für alles (z. B. Ticketing) mit personalisierter User Experience und One-Click-Lösungen
- smartes Parkraummanagement mit digitalen Parkscheinen
- ID-basierte Ticketing App nach Vorbild der Jelby App Berlin
- notwendig: Pilotprojekte zum Sichtbarmachen der Ideen
Besonders wichtig waren den Teilnehmenden hierbei die Themen Datenschutz und -sicherheit sowie einfache Zugänglichkeit.

2. Beteiligung
Diese Gruppe befasste sich mit innovativer Beteiligungskultur. Wie erreicht man möglichst viele Menschen und motiviert sie dauerhaft zur Teilhabe an öffentlichen Gestaltungsprozessen.
Bausteine, die für sinnvoll erachtet wurden und weiter verfolgt werden sollten, waren:
- Entwicklung von Personas als Möglichkeit der ergänzenden Auslotung verschiedener Perspektiven und Bedarfe innerhalb der Stadtgesellschaft
- ein Qualifizierter Ideenwettbewerb (mit Bürgerhaushalt als einer Komponente)
- Beteiligungsplattform mit dem Elementen Service, Daten, Beteiligung und Unterstützung als lernendes System
- Cube als Form der aufsuchenden Beteiligung, in die auch die beiden ersten Säulen eingebunden sind

3. Sport, Vereine und Ehrenamt
Das Ziel dieses Think Tanks war die Ermittlung von Bedarfen und Digitalisierungsmöglichkeiten im Bereich Sport, Vereine und Ehrenamt. Ehrenamtliches Engagement soll sichtbarer werden und stärkere Beteiligung erfahren.
Es wurden einige Ideen gesammelt, wie die Ausübungen von Freizeitsport, ehrenamtlichen Tätigkeiten und Vereinsarbeit erleichtert werden können:
- smarte Abholstationen für Hallenschlüssel für flexiblere Nutzung und Datengenerierung
- digitale Mitmachzentrale für Angebote von Ehrenämtern
- Möglichkeit der Verknüpfung mit weiteren Beteiligungsplattformen
- digitale Anzeigen in Sportstätten für Informationsübersicht
- Streaming von Events und Wettkämpfen für erhöhte Zugänglichkeit und Anreiz zur Beteiligung
- Sensorik in Sportstätten für Brandschutz und Belegungsanalyse
- zentrale Datenplattform für Vereine zur Stärkung der Kooperation und Gemeinschaft

4. Soziales
Die Teilnehmenden versuchten, Bedarfe und Digitalisierungsmöglichkeiten im Bereich Soziales zu ermitteln, loteten Verbesserungsmöglichkeiten der digitalen Teilhabe aus und suchten nach Impulsen für eine soziale Stadtentwicklung.

- Soziale Daten als Quelle für Urbane Datenplattform (z.B. zur Verdeutlichung von Segregation)
- Stadtentwicklungsspezifische soziale Themen, wie Barrierefreiheit, als äußerst wichtig für die Smart City eingestuft
- Berücksichtigung spezifischer Bedarfe bei der Personaentwicklung
- Ausbildung von Digitallotsen als wichtige Akteure der intersektoralen Zusammenarbeit
- Digitalisierung der Beratungslandschaft und digitalen Wirkungsmessung von Teilhabeleistungen